Schaufensterlaufen in der DDR

Eine schöne Bilderserie wartet heute in einestages mit einem Blick in die DDR Warenwirtschaft auf. Begriffe wie Mangelwirtschaft als westliches Synonym für die Planwirtschaft der Ostzone tauchen in diesem Kontext unweigerlich auf. Die Staatliche Plankommission der DDR hatte an Stelle der Schaufenstergestaltung deutlich gespart, wenngleich überhaupt keinen Bedarf an der Wirkungsmächtigkeit attraktiv präsentiertet Produkte zur Steigerung von Verkaufszahlen. Warum auch, ging es doch in erster Linie um die Deckung alltäglicher Bedürfnisse und der Einkauf stellte kein Shopping-Erlebnis, sondern ein Mittel zum Zweck dar.

Persönlich litt ich keinen Mangel, auch wenn es viele Dinge nicht oder nur auf Nachfrage gab (was irgendwie auch an der besonderen Lage meines Heimatortes gebunden war, da Kleinmachnow ein beliebter Rückzugsort für Künstler, Politiker und Spitzensportler war – somit erschien das Warenangebot nicht ganz so mangelhaft). Der Artikel selbst ist ein Auszug aus dem Buch Leben in der Utopie von Siegfried Wittenburg.

Heute schon eine Reise gebucht?

Seit zwei Wochen fehlt mir einfach die Zeit mich ums Blog zu kümmern und dann mein erster Auftritt mit einem ultimativen Angebot, welches so unheimlich bizarr daher kommt. Wer von euch bisher noch nichts für den Jahresurlaub geplant hat, der kann über diverse Buchungsportale seine ganz persönliche Reise ins Konzenrationslager buchen.

Kam der Zeitgenosse nur per Bahn, ist die Anreise heute per Flug möglich und das auch zu moderaten Preisen. Das Wetter spielt auch halbwegs mit und Vollpension ist auch mit drin. Zuviel des Guten? Dann schaut selbst.

(über excitingtravel)

made in GDR – schöne Fundstücke mal gerebloggt

Ohne viel Geplänkel geht es jetzt sofort zu Schattenzwergs Blog und seiner urst duften Serie „Made In GDR“. Insbesondere DDR-Design erfreut sich einem stetigen Interesse und ich denke, man kann sich hier und da einfach mal entspannt erinnern oder inspirieren lassen.

(über Schattenzwerg)

filmdoku „Die Deutsche Reichsregierung im Exil“

In der Bundesrepublik existieren ab 1945 eine Reihe von Vereinigungen (wie die KRR oder eben die Deutsche Reichsregierung im Exil), welche das Fortbestehen des Deutschen Reiches nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges propagieren. Sie illegitimieren die Existenz der Bundesrepublik Deutschland de jure und fordern die Aufgabe der Fremdbestimmung Deutschlands und die territoriale Rückführung in die Grenzen von 1937.

Mittels bedeutungsschwangerer Verschwörungstheorien, wie Bilderberger und die Legende einer zionistischen Weltregierung, versucht man mit schwachen Argumentationen und Thesen zu belegen, dass die Bundesrepublik keinen rechtsstaatlichen und völkerrechtlichen Status besitzt und kein souveräner Nationalstaat ist.

Der Beitrag von Manuel Möglich in der Sendereihe des ZDF versucht ein Bild von den Mitgliedern der „Deutschen Reichsregierung im Exil“ zu zeichnen, auf welche Thesen und Ideen sich diese stützt und welche politischen Ziele diese verfolgt. Ganz nett ist seine Unbefangenheit mit welcher er dort recherchiert. Meiner Meinung nach hätte er durchaus noch mehr in die polemischen Theorien eingreifen können. Aber gut.

Manuel Möglich trifft sich mit Bürgern des Deutschen Reichs. Fest davon überzeugt, das Deutsche Reich habe nie aufgehört zu existieren, sind sie der Meinung die BRD sei eine GmbH, die von den Alliierten gegründet wurde und seitdem rechtswidrig aufrechterhalten wird. Manuel spricht mit Reichskanzler Norbert Schittke, verschiedenen Ministern und potentiellen Reichsbürgern.

Norbert Schittke ist nach eigenen Aussagen Reichskanzler der Exilregierung Deutsches Reich, Adeliger mit dem wohlklingenden Namen “Fürst Norbert Rudolf Schittke vom Königshaus Romkerhall”, Besitzer von zwei verschiedenen Diplomatenpässen, eines Reichsausweises, eines Reichsführerscheines und nicht zuletzt eines Autos, dessen Nummernschild mit der Reichsflagge zur See überklebt ist. Manuel besucht Norbert Schittke in seinem für ein Staatsoberhaupt ziemlich bescheidenen privaten Reich.

Wie die Behauptungen der “Exilregierung Deutsches Reich” historisch einzustufen sind und wie gefährlich die Gruppierung wirklich ist, erfährt Manuel von dem Historiker Dr. Staadt und Frau Brandenburger vom Verfassungsschutz des Ministerium des Innern des Landes Niedersachsen.

(über kraftfuttermischwerk)