Schaufensterlaufen in der DDR

Eine schöne Bilderserie wartet heute in einestages mit einem Blick in die DDR Warenwirtschaft auf. Begriffe wie Mangelwirtschaft als westliches Synonym für die Planwirtschaft der Ostzone tauchen in diesem Kontext unweigerlich auf. Die Staatliche Plankommission der DDR hatte an Stelle der Schaufenstergestaltung deutlich gespart, wenngleich überhaupt keinen Bedarf an der Wirkungsmächtigkeit attraktiv präsentiertet Produkte zur Steigerung von Verkaufszahlen. Warum auch, ging es doch in erster Linie um die Deckung alltäglicher Bedürfnisse und der Einkauf stellte kein Shopping-Erlebnis, sondern ein Mittel zum Zweck dar.

Persönlich litt ich keinen Mangel, auch wenn es viele Dinge nicht oder nur auf Nachfrage gab (was irgendwie auch an der besonderen Lage meines Heimatortes gebunden war, da Kleinmachnow ein beliebter Rückzugsort für Künstler, Politiker und Spitzensportler war – somit erschien das Warenangebot nicht ganz so mangelhaft). Der Artikel selbst ist ein Auszug aus dem Buch Leben in der Utopie von Siegfried Wittenburg.

John Bolloten’s Punk Survivors – ein Fotoporträt

„The British punk movement has been a heavily documented youth subculture.  But how do the artists and musicians from that original era look now many years later?  Punk Survivors focuses on these individuals.  Some artists are iconic, important figures while others are less well-known but all made their mark one way or another.“

So beschreibt John Bolloten seine Fotoreihe. auf die ich jüngst über das Ox-Fanzine aufmerksam geworden bin. Eine schöne Sache, wie ich finde. Mit 15 waren mir die Alten Punker in der Szene immer suspekt, allerdings lag mein Anspruch immer darin, den Way of life bis ins Rentenalter zu gehen. Die in Bollotens Porträtserie vorgestellten Herrschaften sind nun schon eine Weile im Geschäft, und wenn man sich die so anschaut, warum sollte man selbst ans aufhören denken. Punk sei Dank.

Podcast und Interview mit Reno Wurzbacher

Es ist ja immer wieder zu Recht wunderbar, wenn den schönen Künsten deiner Freunde die gewisse Aufmerksamkeit geschenkt wird, die sie einfach mal so was von verdient haben, weil das, was sie machen, richtig knorke ist. Reno Wurzbacher hat sich in den 1990er Jahren noch mit HipHop beschäftigt, bevor ihn dann die House Beats komplett umgeblasen haben. Er hat bei dem Fachwerk Sublabel Colombage schon mal sein Debüt abgegeben und nun, Ehre wem Ehre gebührt, ein Interview bei Teaandtechno gegeben.